Augenblick

Augenblick

Glanz berührt mich
innerlich,
wenn ich dich sehe
nicht weiter gehe
weder weiß
noch verstehe
geben deine Augen
unvergleichlich wieder,
was mein Herz bewegt.
Lieblich
bedrückt
auch mal entzückt
träum ich von der Gabe
dich sehen zu lassen.

©Claed2002

Innere Wärme

Innere Wärme

Draußen,
Schnee fällt.
Los komm,
ich nehm Dich mit!
Eine Zauberwelt.

Der einsame Schein,
Herrlichkeit
in Sehnsucht
schmelzender Schnee.

Es tropft an allen Ecken.
Keine Angst
brauchst nicht erschrecken.

Kälte und Schönheit
so nah beisammen.
Deine Hand in Meiner.
Ich wärm sie.
Kein Schatten mehr.

Weiße Pracht
schlendernde Ewigkeit.
Gib Acht!

Begehrendes Sentiment
sonderbarer Leichtigkeit.
Der Schnee zerstreut
an Deinem Haar.

Ein Kuss
kühl
doch spüre ich,
wie innere Wärme mein Herz berührt.

©Claed2002

Meditation

Ich bin eins mit der Macht, die mich geschaffen hat, und diese Macht hat mir die Kraft gegeben, meine Lebensumstände selbst zu gestalten. Ich erfreue mich an der Erkenntnis, die Macht über meinen Geist zu haben, ihn auf jede Art, die ich wähle, zu benutzen.

(Louise L. Hay)

Jeder Augenblick bietet mir die Möglichkeit,
noch mehr zu dem zu werden, was ich bin.

(Claed)

Erscheint der Vollkommende sich als unverkommen / so wird er weit kommen / wer überfließt und dennoch leer erscheint / ist unerschöpflich / so auch wenn der Geradeste sich krumm / der Meister sich stümperhaft / der Beredeste sich stotternd erscheint / Bewegung überwindet das Gefühl der Kälte / Sanftheit überwindet die Hitze / Keuschheit und Sanftheit ist der Welt Richtmaß

(Lao- Tse)

Die Ruhe kommt vor dir
Nichts ist, das dich bewegt,
du selbst bist das Rad,
Das aus sich selbsten läuft
und keine Ruhe hat.

(Angelus Silesius)

Intelligenz

Intelligenz

Der Sinn des Lebens liegt in der Enumeration von Sinnen dieses. Ganz einfach
nach der Floskel: Es sind die vielen kleinen Dinge, welche das Leben so großartig machen.
Deine Gedanken sind der Schlüssel zu deinem Selbst, deine Taten sind die
Worte der Gedanken. Man sollte reinen Herzens wandeln, sich ehren und
keinem Anderem das Leben verwehren. Kein Mensch ist wahrlich Intelligenter
als ein Anderer, denn um intelligent zu sein, brauch man Jemandem, der
einen für intelligent hält. Du denkst vielleicht du seiest intelligent,
intellektuell und belesen doch was du bist das ist dir fremd. Wenn jemand
wirklich intelligent ist dann mag es der sein der, der kreativ ist, der
revolutioniert, der aus seinen Gedanken neue Taten entspringen läst, und
nicht der, der mit erlerntem Wissen anderer prallt und sich doch so klug
stellt. Wenn du auch nur einem Gedanken bewusst diesen kreativen Ursprung
gibt, wenn du nur mit einem Gedanken bewusst etwas bewegst, dann bist du
wahrlich intelligent, denn dann hast du Essenz des Lebens erkannt. Löse
dich von Zeit und Raum, erkenne die Kraft deines Herzens, erkenne die
Unbefangenheit des Seins. Es gibt keine Stufen, es gibt keine Regeln, es
gibt nur dich, du bist der Ursprung all der Liebe, welche du zu geben
vermögen bist, und diese Kraft ist ungebunden, erkennen tun dies viele doch
bewusst verstehen kann man nicht, lasse der Intuition deines Herzens freien
Lauf, lasse deinem Verstand nicht die Chance dich selbst zu blenden, denn
wie deine Erziehung auch war, wenn du dir bewusst wirst, wird es dir
möglich sein dich selbst zu erziehen, dir das an dir zu ermöglichen, was
dir in deinen Gedanken vorschwärmt.

Verlieben Verloren

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Verlieben Verloren

Er schaute ihr nach. Dies war wohl das letzte Mal, dachte er. Er liebte sie, obwohl er selbst nicht genau wusste, was das bedeutete. Es war nicht seine Schuld. Die Umstände, die widrigen Umstände. Die Zeit hatte die Wunden nicht geheilt. Er setzte sich und schlug die Hände über den Kopf. Warum, dachte er, warum kriege ich dieses Warum nicht aus meinem Kopf. Er spürte Erleichterung, als ihm die erste Träne herunter rollte. Er hatte es versucht, er hatte es wirklich versucht, doch die Kälte die sie seitdem ausstrahlte hatte sie ihm fremd gemacht.
Er vertraute ihr, sie vertrauten sich. Das war ihm klar, schon immer. Jetzt ist sie weg und mit ihr das Glück, die Freude, die er mit ihr teilen wollte. Sie konnte nicht mehr, sie konnte nicht mehr geben danach. Er verstand es, dennoch, so sehr er doch an sie glaubte, erschien sie im unnahbar. Sie hatte sich zurückgezogen in ihre Gedankenwelt, die sie vorher gemeinsam hatten und die Tür dorthin hatte ein Anderer verschlossen. Er hasste ihn, doch sie wollte nie wirklich darüber sprechen. Jedes mal wenn er sie berührte, schreckte sie zurück, obwohl in ihren Augen immer noch die gleiche strahlende Liebe war.
Er hatte nie Zweifel gehabt. Doch ihre ehemals zarten Hände waren kalt. Ihr Gesicht war blass geworden, weinerlich oft, wie in Trance. Sie erschien ihm unwirklich. Er hatte ihm etwas geraubt, ihre Liebe gespalten. Welches Recht hatte er, welches Recht?
Wäre er doch bei ihr gewesen, er hätte es verhindert, bestimmt. Seitdem konnte sie nicht mehr ehrlich sein zu ihm, die Scham, die Angst beherrschte ihren Körper ihre Seele bei jedem Kontakt. Sie brauchte Abstand, immer. Sie wollte nicht einmal zur Polizei gehen damals.
Ihm fehlten seither die Zärtlichkeiten, das Streicheln, Lächeln, die Liebe. Wie lange hatte er schon nicht mehr mit ihr gekuschelt, sie geküsst? Es war nicht der Sex, es waren mehr die kleinen Dinge, die ihm zusetzten und fehlten. Sie wusste es, es machte auch sie fertig. Sie wollte seiner Freiheit nicht länger im Weg stehen. Daher ging sie, für immer so schwer das auch war. Er wischte seine Tränen weg, und schaute ihr nach. Kurz dachte er daran ihr nachzulaufen ,sie zu umarmen, sie zu drücken, neu anzufangen, frei zu sein, vereint mit ihr. Doch dann blieb er stehen.

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Claed 2002

Ein leichter Tanz

Ein leichter Tanz

Ein kleines Restaurante lag in einem Fischerdorf am Meer im idyllischem Ambiente der Südsee. Das Dorf lag in einem zum Meer hin offenem Tal und hinter dem Bergkamm begann die Sonne sich langsam zu neigen um langsam den Untergang zu zelebrieren, welcher sich in einem unglaublichem Farbenspiel vollzog. Mit beschwinglichten Seelen sah man sie tanzen, dort unten am Meer zu heimischen Klängen auf der Terrasse des Hauses. Wie in einem Traum bewegten sich ihre Körper voneinander weg um ein paar Takte später wieder zueinander zu finden, viele klatschten mit im Rhythmus der Klänge. Es schien sie auseinander zu reißen zu wirbeln und trotzdem blieben ihre galanten Körper so seltsam verbunden, eins. Besinnliche Bewegungen zierten ihre graziös anmutende fein säuberliche Synchonität. Bis auf das sinnlichste alle Gefühle, auf jeden Ton tanzten ihre Herzen immer weiter zueinander. Leicht umschlungen schienen sie in Freiheit zu schweben, stetige Bewegungen erzeugten tiefstes Vertrauen es spiegelte sich in ihren Gesichtern, in ihren Augen funkelte erfülltes Licht. Den Trance des Momentes ein Leben lang ausgekostet, vereint ihr Kosmos bei einem leichtem Samba, berauschende Glückseeligkeit. Melodisches Verlangen kribbelte in ihnen, lies sie immer schneller drehen, sie tanzten, sie tanzten sich in die Vergessenheit der Welt, verloren oder neu geboren ließen sie die Wirklichkeit überschäumen, erlebtes Jetzt zeitloser Dynamik, ergeben, hingegeben der Musik. In einem Moment reinstem Gefühls allein Liebe verspürt.

Sie lächelten ein *wahres* Lächeln und tanzten einen leichten Tanz auf dünnem Eis.

©Claed 2001

Morgen

Morgen

Ich möchte, dass Du Morgen anders aufwachst, sprach er mit einer tiefen heiseren Stimme. Die Luft war kühl geworden, dünn schier stickig.
Sie blickte ihn an. Ihr strahlend sanfter Anblick war es, der sein Herz in einer wundersamen Weise immer wieder neu verzaubert. Er ging langsam auf sie zu. Die Vorstellung sie selbst zu sein machte ihr Angst. Sie fühlte sich wohl, so wie sie war. Was ist schon anders, dachte sie. Mit einem relativen nachdenklichen Ausdruck im Gesicht küsste sie ihn zärtlich auf den Mund. Wünsche hatten sie Beide. Hoffnungen an den Morgen, wie Schnee der in der Sonne glänzt, nicht schmilzt, sondern sich verfestigt in hartem Fundament. Ist sie mehr als nur ein Wunsch, wenn sie anders wäre. Mehr als die Illusion der Sonne die sich im Schnee spiegelt und selbst wenn sie es auch nicht wollte der Bestimmung ihrer Strahlen nicht missen kann. Subtile Gefühle positiver Energien durchströmten seinen Körper bei Berührung ihrer Wangen. Synergien intuitiver Bewegungen seiner Hände ließen sie wissen ihrer subsistenten Gegenwart. Sie schlossen ihre Augen und drückten ihre Körper sanft aneinander. Morgen wollten sie nonchalant die Augen öffnen, Morgen.

©Claed 2002