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Davon Nichts, Bitte.

Davon Nichts, Bitte.

Oh Hallo
Guten Tag
Schön, dass wer fragt.
Gut, dass wer spricht.
Hät den Geist sonst verwischt.
Was kann ich tun?
Nichts!
Ich lass ihn ruhen
allein
in Gedanken frei.
Ich frag, wie sie heißt.
Wer weiß das schon genau,
man beißt sich durchs Leben.
Ja, so mal eben.
Im Regen
schaust du
den Blitzen entgegen.
Wer weiß,
was Nichts schon bedeutet.
Es läutet der Wecker.
Viertel nach Drei.

©Claed2002

Dialog mit Niemandem

Dialog mit Niemandem

Verbindung
ich sehe viel Windung
ohne Inhalt

Halt mich
nicht auf
Ich weiß ja so und so nicht
wohin ich will

Extase
brausche ich mich
mit der Sinnlichkeit der Nacht
still

Lach ruhig
wenn Du Dir im klarem bist
dass der Samen der Gewissheit
auf dem Seelenfeld nicht fruchtbar ist

Ich kann Dir
auch nicht mehr geben
als ich bin
da Du bist

Du glaubst

Ich fliege mit der Liebe
nicht mehr
nicht weniger

©Claed2001

Beigeschmack

Beigeschmack

Ich bin
ein ganz normales Kleingehirn,
Lauf auf Zweien
nicht auf Vieren.
Bin weder klug
noch Intellekt.
Mein Denken steckt
so oft befleckt.
Mit weiser Farbe erscheint
wieder eine neue Narbe.
Von Emotionen umgeben,
gar nichts verstehen
was mir geschieht
als ob mich´s verriet.
Bin weder sicher noch verhalten,
fast Illusion und doch gespalten
von kalten Händen.
Stehe beschränkt in meinen Wänden
noch in der Gegenwart.
Oftmals kann ich es erahnen,
doch dann wieder Regen naht,
der mich erlöst
durch sein Gewitter.
Denn auch Liebe
schmeckt manchmal bitter.

©Claed 2001

Wellen der Angst

Wellen der Angst

Manchmal will ich den Morgen nicht sehen,
Angst vorm Schlafengehen,
beherrscht das Geschehen.

Liege wach
Die Gedanken wie ein Bach der Gefühle
fließen sie an mir herunter,
halten mich munter, nein!

Es wird Nichts anders sein.

©Claed2001

Von Denen

Von Denen

Sie nisten sich ein,
wie klirrende Hände
erschaffen durch mein
erbauen sie Wände

Sie reißen Löcher
schleichender Schmerz
zum Augleich Äquilibrium
der Geist bleibt stumm
Mit faden Gedanken
erwacht mein Herz

Sie fordern
das Gleichnis,
den Willen,
die Macht.

Lodernde Flammen
jeder Tag die Nacht.
Durch Leben ertrunken
im Sein unbedacht.

Sie nehmen sich
einfach Alles durch mich.
Spitz wie ein Pfeil
richten sie Urteil.

Leben, Emotionen
im Saus und Braus.
Wir haben schon verloren!
Es ist aus.

©Claed2001

Zwanglos

Zwanglos

Komprimiert
Buchstaben liniert
linear codiert

Die Welt
tut was euch gefällt

Statisch implementiert
kompetent verrennt
Konstellationen verwirrt
Illusion verpennt

Erwartung verkauft
in gedanklicher Assoziation
manisch semantischer Thron

Zwanglos
ist doch meist
belanglos

©Claed2001

Traumtänzer

Traumtänzer

Gewaltlos und kalt
Immer und immer wieder
Schier endlos es schallt
Treibt Flut und Dunkel nieder

Verlassen allein
Treiben sie ihr Unwesen
Pein oder Schein
Gedanken als Spesen

Verwirrung komplett
Verhüllung adrett
Belanglos Gewitter
Am sterbendem Bett

Rastlos, tun sie ziehen
Wenn nicht heut jeden Tag
Eingefangen, kann nicht fliehen
Wie in einem dunklem Sarg

©Claed2001