Was bedeutet Leben?

Was bedeutet Leben?

Was ist schon real,
wenn ich aus dem Hause gehe,
der Wind mir um die Ohren pfeift
und ich in Trance nur mein Auto sehe?

Was bedeutet schon Wille,
wenn der Wagen Morgens wieder nicht anspringt,
die Emotion singt, mit der Nervenfabrik von Dannen schwimmt
und der Hass den Charakter bestimmt.

Was bedeutet Freiheit,
wenn ich mir das Recht nehme
den Wagen, der mich zuparkt
bewusst ein wenig nach vorne zu schieben.

Was sehe heißt schon Klarheit,
wenn ich aus dem Horizont des Cockpits
die Umwelt wahrnehme, ab und zu in den Rückspiegel schaue
und mit Wiederwillen dabei die dreckige Frontscheibe putze.

Was macht schon Bewusstsein,
wenn ich an der Ampel stehe
und wie gefangen das visuelle Schauspiel der Natur betrachte.
Ohne es zu hören, fühlen oder zu riechen.
Mich der Illusion hingebe ein Teil zu sein,
um dann von meinem Hintermann angehupt zu werden:
„Ich solle endlich weiterfahren.“

Was bedeutet Leben?

©Claed 2001

Der goldene Stahlkäfig

Der goldene Stahlkäfig

„Was ist Freiheit“, fragte ich
den fliegenden Vogel im stählern golden Stahlkäfig.

Drehend im Lichte kreisen,
blieb er stumm
schaute dumm
„Die Mitte der Sichtweisen.“
,sagte er und dreht um.

Dann fragte er sich,
wer bist du,
wenn ich bin ich?

©Claed 2001

Zeit

Zeit

Man sagte dir, du warst geboren,
doch bewusst ist es dir erst durch die Zeit geworden.

Man sagte dir, was gut und böse ist.
Man sagte dir, dass du vergisst.

Man sagte dir, Geld sollst du verdienen,
dein Leben gleicht den eisernen Schienen.

Man sagte dir , glaube dies und werte das,
und mach dir daraus einen Spaß.

Man sagte dir, du musst sterben,
und das deine Kinder werden dich beerben.

Was wäre die Zeit nicht gemessen,
oder einfach ganz vergessen?

©Claed 2001

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Die Freiheit in Ehren

Die Freiheit in Ehren

Zu zweit sagt man
kann man Berge versetzen.
Die Liebe glaubt dann
Sich nicht zu verschätzen.

In Ehren erhofft,
die Wage zu halten.
Die Schwere sooft
den Weg gespalten.

Lieb sein, Schein?
Göttliches wahr sein,
eigennützlicher Gesinnung.
Angst und Scharm
vor der Bestimmung?

Der Augenblick gleicht
der Vergangenheit,
wie die Gewissheit
einem illusorischem Spiegelbild.

Verbunden
durch Alltagsroutinen.
Gewunden
in zwischenmenschlichen Intrigen.

In Frieden liebt jeder
nun wunschlos in sich,
doch Träumen kann man
in Freiheit wohl nicht.

©Claed2001

Tod schweigendes Gelächter

Tod schweigendes Gelächter

Still schweigendes Gelächter
Stumm sitzt er da und wartet
auf die Gelegenheit,
welche ihm nicht gegeben scheint.
Er wartet schon sehr lange,
doch die Veränderung war nie so nah, wie jetzt.
Er kann sie fühlen, bald ist sie da.
Gefragt hat er sich nie, was der Morgen wohl bringt.
Der Moment bewegt die Knie,
wenn eine Person sich geborgen nennt.
Oft ist er losgezogen im Traum von hohen Wogen,
gelenkt in eine andere Zeit.
Der Erfahrung still schweigender Wert,
sich zumeist doch aus dem Tode nährt.

©Claed2001

Denk an mich

Denk an mich

Wenn du des Nachts
nicht schlafen kannst,
dann denk an mich
hab keine Angst

Wenn die Schönheit des Frühlings
Deine Seele erhellt
Oder Stress und Geld
Die Nerven entstellt

Wenn du nicht weist wer du bist
Und der Zweifel deiner Selbst
Dein Herz vermisst
Dann denk an mich.

Wenn du bunte Blumen siehst,
die Sinnesreize dich entzücken.
Geiste aus sich selbst verrücken
merkst wie deine Liebe fließt

Wenn Ungewissheit
dich verwirrt
und die Kälte der Welt
deinen Körper erfriert.
Dann denk an mich.

Auch wenn Du dich selber vergisst,
Denk an mich.
Ich zeige Dir durch meine Liebe,
wer du bist.

©Claed2001

Prinzessin der Nacht

Prinzessin der Nacht

Ein Traum von Wahrheit flog dahin.
Bin einmal wieder aufgewacht
mit dir im Sinn
darauf bedacht
Dir einen Kuss zu geben.
Zusammen mit Dir Liebe leben

Deinen Traum kann ich nicht träumen
doch dein Anblick Sonnenschein.
Den Kuss möchte ich nicht säumen.
Lass ihn in deinen Traum hinein.

Du bewegst Dich.
Ein Lächeln empfängt mich.
Die Augen kurz geöffnet,
um dann zurück zu gehen.
Ich kann mich tief in ihnen sehen.

Gib auf dich acht!
Du, meine Prinzessin der Nacht.

©Claed 2001
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