Sklave der Gesellschaft

Sklave der Gesellschaft

Morgens schlechte Laune
wie so oft wieder alles Schäume
dunkle Gedanken
ohne Bestimmung
präskripieren die körperliche Prostitution.

Den Mut zur Lücke beweisen,
kristallisiert am Ende doch wieder die Einfalt des Unnahbaren.
Vielleicht bin ich nur ein Sklave der Gesellschaft,
der jeden Morgen das gleiche Drama
des quälenden Aufstehens exerziert,
sich im Spiegel vergeblich sucht,
um den Kaffee einmal wieder kalt zu trinken.

Was wird sich ändern wenn ich dem „Warum?“ ein „Darum!“ aufzwänge
und einem Gedanken einen positiven Schleicher umbinde?

©Claed2001

Dein Wille

Dein Wille

…lässt uns dich bewerten

…beschert Anmut

…getragen mit Stolz

…auf unser Haupt

…macht aus Einem, Zwei

. …und nur deiner

Dein Wille geschehe!

©Claed2001

interessiert keinen

interessiert keinen

ich sah aus dem Fenster
eigentlich interessierte es keinen

ich sah einen Bettler

eigentlich interessierte es keinen

er hatte ein Schild in der Hand:

Ich lebe.

©Claed2001

Verzweifelung

Verzweifelung

Ich bin bedrückt
mein Geist spielt verrückt
mein Stolz ist gebrochen
durch mein Herz wurd gestochen
meine Seele ist gut
doch mir fehlt der Mut
meine Beine sie zittern
doch kann ich nichts wittern
ich bin konzentriert
obwohl nichts passiert
nur mein Auge es tränt
ich hab´s nicht erwähnt

©Claed1999

Wissensdurst

Wissensdurst

Bald hat er Dich erfasst,
der Wissensdurst.
Damals hast du ihn verhasst,
jetzt wirst du gehetzt
im Rausch der Zeit.
Wartest im Wind
mit vollen Segeln.
Die Reise in die Ungewissheit
verschätzt das Ich
und auch die Blindheit.

©Claed 2001

Den Himmel sehen

Den Himmel sehen

Das Runde muss ins Eckige
Wo stehe ich
Im Runden oder im Eckigen

Rund
wie das Leben
wiederaufstehen
weitergehen

Rund wie die Liebe
was passiert
wenn ich stehen bliebe

Aufstehen
mit einem Blick
den Himmel sehen

Augenblick
Augen auf
Augen zu
Vergangenheit

Eckig ist sie
viele Kanten
an denen ich mich
gestoßen habe

©Claed 2001

Bestimmt

Bestimmt

Bestimmt, bestimme
ich meine Bestimmung.

Bestimmend stimmt
dann meine Stimmung.

Doch das ist bestimmt
nicht stimmend,
denn die Stimme sagt:
„Stimme für das Bestimmt sein,
doch sei nicht allein.“

©Claed 2001